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Call for Papers

Die Herausgeber der Zeitschrift Friedens-Warte laden dazu ein, für den Schwerpunktteil der nächsten Ausgabe des Jahrgangs 91 (1–2/2016) Beiträge oder Beitragsvorschläge einzureichen.

Flucht und Zuflucht – Friedenswissenschaftliche Perspektiven

Schon seit mehreren Jahren deuten Berichte und Gerichtsurteile nationaler wie internationaler Gerichte auf brüchige Konsense in der Flüchtlingspolitik hin. Der gegenwärtige Strom von Flüchtlingen vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak scheint mit einer solchen Wucht auf verdrängte Probleme zu treffen, dass allenthalben von Krisen die Rede ist: von einer Krise der internationalen Gemeinschaft, einer Krise der Europäischen Union, einer Krise in den Aufnahmegesellschaften oder – ebenso schlicht wie verkürzend – „der Flüchtlingskrise“. Das kommende Themenheft der Friedens-Warte möchte dieses Phänomen aus einer interdisziplinär friedenswissenschaftlichen Perspektive beleuchten.

Mögliche Themen oder Aspekte könnten z.B. sein:

  • Internationale Stabilität: fehlende Stabilität als Ursache und/oder Folge großer Flüchtlingsströme; Verhältnis zum Völkerrecht (z.B. Bedrohung des Weltfriedens); weitere strukturelle Fluchtursachen
  • Sichere Orte: politische und rechtliche Perspektiven auf Rückführung und Abschiebung; non-refoulement; Bedeutung „sicherer“ Drittstaaten; Binnenflüchtlinge
  • Grenzen: konzeptionelle Rolle von (Außen-)Grenzen insb. der Europäischen Union; Implikationen der Schließung von (Innen-)Grenzen
  • (Ent-)Solidarisierung: Zerfall des Dublin-Systems; Vertrauenskrise innerhalb der Europäischen Union
  • Integration von Flüchtlingen: Auswirkungen auf den gesellschaftlichen und religiösen Frieden im Aufnahmestaat; verschiedene Formen der Integration; Verhältnis zur Staatsbürgerschaft
Bitte senden Sie Ihr Exposé auf Deutsch oder Englisch (maximal 5.000 Zeichen) für eine erste Begutachtung bis zum 24.04.2016 per E-Mail im Word-Format (.docx, .rtf, idealerweise .doc) an die E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .
Für die Veröffentlichung bestimmte Manuskripte (maximal 40.000 – 50.000 Zeichen) sollten bis zum 24.07.2016 vorliegen. Weitere Informationen sowie Hinweise für Autor_innen finden Sie auf unserer Webseite http://www.friedens-warte.de.
 
Auch außerhalb der jeweiligen Themenschwerpunkte können der Redaktion ganzjährig Beiträge zu friedenswissenschaftlichen Forschungsfragen übersandt werden.

[pdf]

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Die Herausgeber der Zeitschrift Friedens-Warte laden dazu ein, für den Schwerpunktteil der zweiten Ausgabe des Jahrgangs 91 (3–4/2016) Beiträge oder Beitragsvorschläge einzureichen.

Freihandel – Chance und/oder Risiko für eine nachhaltige Weltordnung?

Nach dem Ende des Ost-West-Gegensatzes schienen die Weichen für die Etablierung einer globalen Freihandelsordnung gestellt. Tatsächlich haben sich die internationalen Wirtschaftsbeziehungen aber gerade in den letzten Jahren stark von diesem Leitbild entfernt. Statt eine solche Ordnung durch Aushandlungsprozesse im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO zu entwickeln, dominiert die Konkurrenz bi- und multilateraler Freihandelszonen und damit ein Prozess regionaler Blockbildungen, der nicht nur ökonomisch relevant ist, sondern auch gravierende politische und rechtliche Folgen impliziert. Die kontroverse Debatte über zwei der wichtigsten Projekte, die Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) und die Trans-Pacific Partnership (TPP), beide vorangetrieben vor allem von den USA, bündelt die Chancen und Risiken einer solchen Entwicklung. Das kommende Themenheft der Friedens-Warte möchte die neue Debatte über den grundsätzlichen Nutzen von Freihandel und über konkrete Erfahrungen sowie Ordnungsmodelle aus einer interdisziplinär friedenswissenschaftlichen Perspektive kritisch hinterfragen.

Mögliche Themen könnten z.B. sein:

  • Komparativer Nutzen oder Schaden: Ist Freihandel (immer noch) die richtige Strategie, um eine gerechte und nachhaltige Weltwirtschaftsordnung zu erreichen? Insbesondere: Haben sich wirtschaftliche Entwicklungsstrategien, die Liberalisierung mit Protektionismus kombinieren (z.B. in China), nicht empirisch als das erfolgreichere Modell erwiesen?
  • Globaler Süden: Verfestigt die Dominanz westlich dominierter Freihandelszonen den globalen Nord-Süd-Gegensatz und post- oder neokoloniale Strukturen? Wie sind in dieser Hinsicht die Economic Partnership Agreements (EPAs) der Europäischen Union mit den Staaten Afrikas und Lateinamerikas zu beurteilen? Droht durch solche Abkommen ein contracting-out aus dem Sonderstatus von Entwicklungsländern im WTO-System? Welcher Stellenwert kommt den am wenigsten entwickelten Ländern zu?
  • Außen- und Sicherheitspolitik: Welche sicherheitspolitische Bedeutung haben Freihandelszonen? Inwiefern fördern sie neue Machtrivalitäten und Konkurrenzen? Was bedeutet es, wenn TTIP als „ökonomische NATO“ (Hillary Clinton) gedacht wird?
  • Streitbeilegung: Wie sehen die Erfahrungen mit nicht-staatlichen Schiedsgerichten aus? Verfestigen sie vorhandene wirtschaftliche und politische Machtasymmetrien? Untergraben neue Konsultationsmechanismen zur innerstaatlichen Gesetzgebung die Regulierungsmacht der Staaten?
  • Weltordnung: Stellen bi- und multilaterale Freihandelszonen das angemessene Ordnungs-modell für Global Governance in einer regelbasierten multipolaren Welt dar? Wie realistisch ist die Rückkehr zum Primat einer globalen Welthandelsordnung im Rahmen der WTO? Wie passen die bilateral bzw. regional abgeschlossenen Verträge zu den multilateral übernommenen Verpflichtungen aus dem WTO-System? Sind hier Konflikte oder umgekehrt sogar Verstärkungseffekte zu erwarten?
Bitte senden Sie Ihr Exposé auf Deutsch oder Englisch (maximal 5.000 Zeichen) für eine erste Begutachtung bis zum 20.06.2016 per E-Mail im Word-Format (.docx, .rtf, idealerweise .doc) an die E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .
Für die Veröffentlichung bestimmte Manuskripte (maximal 40.000 – 50.000 Zeichen) sollten bis zum 10.09.2016 vorliegen. Weitere Informationen sowie Hinweise für Autor_innen finden Sie auf unserer Webseite http://www.friedens-warte.de.

Auch außerhalb der jeweiligen Themenschwerpunkte können der Redaktion ganzjährig Beiträge zu friedenswissenschaftlichen Forschungsfragen übersandt werden.

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